• 03.07.2020

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Fruktose: Gesundheitsschädlich oder gesund? | Muskel brechen


Moderne wissenschaftliche Forschungen rücken Zucker als den wichtigsten Nährstoff ins Rampenlicht. Es wurde mit endokrinen Problemen, Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und sogar psychischen / psychischen Störungen in Verbindung gebracht.

Fruktose ist ein Zucker, der in der Grauzone verbleibt. Die Tatsache, dass es aus fruchtbasierten Quellen gewonnen wird, bedeutet, dass es nicht so gefährlich ist wie raffinierter, verarbeiteter und künstlicher Zucker. Fructose allein (in einfacher Zuckerform, ohne Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien) kann jedoch genauso gefährlich sein wie andere Zuckerarten.

Das Lustige ist, dass Fructose fast das ganze 20. Jahrhundert über von Diabetologen empfohlen wurde. 1979 empfahl die American Diabetes Association, glukosehaltige Zucker in der amerikanischen Ernährung durch Fruktose und Zucker wie Mannit, Sorbit und Xylit zu ersetzen. Diabetes-Studien Mitte der 1980er-Jahre ergaben, dass die Substitution von Fructose in der Ernährung zu einem langfristigen glykämischen Nutzen für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes führte.

In den frühen 2000er Jahren begannen Experten jedoch zu hinterfragen, ob Fructose - insbesondere Süßstoffe aus Fructose - gefährlicher als bisher angenommen war oder nicht. Im Jahr 2002 wurde empfohlen, Fruktosesüßstoffe aufgrund ihrer Wirkung auf die Blutfettwerte nicht zu verwenden. Eine andere ökologische Analyse verband einen höheren Fructose-Verbrauch mit einer erhöhten Fettleibigkeitsrate im Land. So wurden Fructose- und Fructosesüßstoffe in die Liste der gefährlichen Lebensmittel aufgenommen.

Jüngste Forschungen könnten jedoch Fruktose als Alternative zu raffinierten und glukosehaltigen Zuckern (Glukose, Saccharose, Laktose und Maltose) in den Hintergrund rücken. Zwei Studien im American Journal of Clinical Nutrition weisen auf die gesundheitlichen Vorteile von Fructose hin. Die Studien ergaben:

  • Die Substitution von Fructose durch Glucose kann die postprandialen Blutglucose- und Insulinreaktionen senken, hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Triglyceridspiegel.1

  • Der Ersatz von Fructose durch Glucose kann die Nüchternglucose und das glykierte Hämoglobin verbessern, ohne das Körpergewicht, die Blutfette oder das Nüchterninsulin negativ zu beeinflussen - selbst bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und eingeschränkter Glucosetoleranz.2

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass Fructose das sicherste aller natürlichen Zuckerarten sein kann. Durch Ersetzen von Glukose und Saccharose (die beiden häufigsten in amerikanischen Lebensmitteln und Getränken verwendeten Zuckerarten) durch Fruktose könnten die negativen Auswirkungen einer hohen Zuckeraufnahme verringert oder gemindert werden. Zu den Vorteilen könnten ein niedrigerer Nüchternglukosespiegel, eine verminderte postprandiale glykämische Reaktion auf Lebensmittel, eine verringerte glykämische Wirkung und möglicherweise eine Verringerung des Diabetes- und Adipositasrisikos gehören.

Weitere Versuche sind erforderlich, um die wahre Sicherheit oder Gefahr von Fructose zu bestimmen. Laut dem American Journal of Clinical Nutrition bedeutet "das aktuelle Signal für den Nettonutzen, dass man zuversichtlich ist, dass Fructose mindestens nicht schlechter ist als die Glucose-haltigen Zucker, die es ersetzen würde".

Verweise:

1. Evans RA, Frese M., Romero J., Cunningham J. H., Mills KE. "Der Ersatz von Glucose oder Saccharose durch Fructose in Nahrungsmitteln oder Getränken senkt die postprandiale Glucose und das Insulin, ohne Triglyceride auszulösen: eine systematische Überprüfung und Metaanalyse." American Journal Clinical Nutrition 2017;106:506–18.

2. Evans RA, Frese M., Romero J., Cunningham J. H., Mills KE. "Die chronische Fructose-Substitution von Glucose oder Saccharose in Nahrungsmitteln oder Getränken hat nur geringe Auswirkungen auf das Fasten von Blutzucker, Insulin oder Triglyceriden: eine systematische Überprüfung und Metaanalyse." American Journal Clinical Nutrition 2017;106:519–29.

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